Lebenslange Haft für Prostituiertenmord von 1993

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Strafjustizzentrum Augsburg
Ein Ausschnitt Glasfassade des Strafjustizzentrums Augsburg ist zu sehen. Das Landgericht, das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft sind aufgeführt. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mord an einer Prostituierten in Augsburg ist ein Freier der Frau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Augsburg sah den 50 Jahre alten Deutschen aufgrund von Indizien als überführt an. Der Mann wurde zusätzlich wegen der Vergewaltigung einer Bekannten verurteilt.

Die Richter folgten mit dem Urteil am Freitag dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die beiden Verteidiger des Mannes hatten Freispruch für ihren Mandanten verlangt. Die Indizien reichten für eine Verurteilung nicht aus, meinten die Anwälte.

Die Prostituierte hatte Anfang der 1990er Jahre auf dem Augsburger Straßenstrich gearbeitet. In einer Nacht im September 1993 war sie erwürgt worden. Die Leiche wurde bei Gessertshausen im Landkreis Augsburg, etwa 15 Kilometer vom Tatort entfernt, an der Bahnlinie Augsburg-Ulm abgelegt.

In den 1990er Jahren konnte die Kripo den Fall trotz aufwendiger Ermittlungen nicht klären. Vor einigen Jahren nahm sich die Polizei den ungeklärten Mordfall nochmals vor und fand neue DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers. Dies führte dann zu der Festnahme des nun Angeklagten. Er hatte im Prozess zu dem Mordvorwurf geschwiegen.

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