LBS und Sparkassen: Immobilienpreise steigen weiter

Wohngebiet
Zahlreiche Wohnhäuser stehen in einem Wohngebiet. (Foto: Hauke-Christian Dittrich / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Ende des Preisanstiegs bei Häusern und Wohnungen in Bayern ist nach Einschätzung von Sparkassen und Landesbausparkasse auf absehbare Zukunft nicht in Sicht. Im vergangenen Jahr sind Wohnimmobilien in Bayern im Schnitt um 11 Prozent teurer geworden, wie die LBS bei ihrer Jahresbilanz am Montag in München berichtete. Auch in diesem Jahr wird Wohneigentum demnach wieder mehr kosten, wenn auch der Anstieg maßvoll ausfallen könnte.

Ein Hauptgrund ist nach Einschätzung von LBS-Vorstandschef Erwin Bumberger das bis Ende des nächsten Jahrzehnts erwartete anhaltende Bevölkerungswachstum in Bayern. Ein weiterer Faktor: Die Corona-Pandemie hat offenbar den Wunsch nach dem Eigenheim noch verstärkt. Von März 2020 bis März 2021 haben sich 190 000 Kaufinteressenten bei den Maklern der Sparkassen-Finanzgruppe vormerken lassen, zehntausend mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Wir haben eine sehr, sehr hohe Nachfrage, die nicht sprunghaft auf einmal wegfallen wird. Wir haben ein sehr, sehr knappes Angebot“, sagte Paul Fraunholz, Geschäftsführer der Immobilien-Vermittlungsgesellschaft der Sparkassen.

Auch das immense Nord-Süd-Gefälle auf dem bayerischen Immobilienmarkt bleibt nach wie vor bestehen. In 13 Landkreisen in einem Bogen von der niederbayerischen Grenze zu Tschechien bis ins ländliche Unterfranken ist ein durchschnittliches Gebrauchshaus demnach für weniger als 250 000 Euro zu haben. In vielen Münchner Umlandgemeinden, am Tegernsee, in Garmisch-Partenkirchen und in Rosenheim hingegen kostet ein vergleichbares Haus laut Marktspiegel der Sparkassen mehr als eine Million Euro, in Stadt und Landkreis München sowie in Starnberg noch einmal 20 Prozent mehr.

Das lässt sich auch an den Immobilienumsätzen ablesen. In Bayern wurden im vergangenen Jahr Immobilien für 64,3 Milliarden Euro verkauft, inklusive Gewerbe, wie Bumberger und Fraunholz berichteten. Fast 36 Milliarden Euro - also weit über die Hälfte davon - entfielen auf Oberbayern, obwohl im größten Regierungsbezirk nur gut ein Viertel der bayerischen Bevölkerung lebt.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-173039/3

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