Kunsthändlerin wegen Betrugs in Portugal festgenommen

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Handschellen liegen auf einem Tisch
Handschellen liegen auf einem Tisch. (Foto: Armin Weigel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Eine wegen Betrugs gesuchte deutsche Kunsthändlerin sitzt in Portugal in Untersuchungshaft. Die 38-Jährige sei bereits am 16. Juni aufgrund eines von Großbritannien ausgestellten Europäischen Haftbefehls an ihrem Wohnsitz in Lissabon festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Portugals der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Am Wochenende hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über den Fall berichtet. Nun müsse ein Richter über den britischen Antrag auf Auslieferung entscheiden. Zuvor hatte die Kriminalpolizei über die Festnahme „einer in Lissabon wohnhaften Ausländerin“ berichtet.

Nach portugiesischen Medienberichten stammt die Deutsche aus München. Sie sei mit einem Portugiesen verheiratet und wohne seit 2016 im Land ihres Ehemanns. Die Frau soll den Berichten zufolge Kunst-Brokern in London vor etwa drei Jahren ein Werk der Japanerin Yayoi Kusama für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro verkauft, aber nie geliefert haben, obwohl sie die vereinbarte Summe erhalten habe.

Yayoi Kusama (91) ist für ihre Netz- und Punkt-Bilder, für ihre Kürbisse, blinkenden Lichter und nicht zuletzt für ihre unendlich gespiegelten Räume, die sogenannten „Infinity Rooms“ weltbekannt.

Mitteilung der portugiesischen Kriminalpolizei

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