Kritik zum Instagram-Start der bayerischen Polizei

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Instagram
Das Logo von Instagram. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Kaum ist die bayerische Polizei auf Instagram präsent, kommen schon mahnende Worte: Ohne zusätzliche Stellen sollten die Aktivitäten in Sozialen Netzwerken nicht ausgebaut werden, forderte der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Nachtigall, am Montag. „Geht man von 3 bis 5 Beschäftigten in den Social-Media-Teams bei den Polizeipräsidien aus, sind in diesem Bereich ca. 50 Beschäftigte tätig“, rechnete er vor. Das gehe unter Umständen zu Lasten des Streifendienstes. Im Doppelhaushalt 2019/2020 seien keine zusätzlichen Stellen für diese Teams vorgesehen, dafür müsse die Staatsregierung im kommenden Haushalt nun Sorge tragen.

Die Münchner Polizei hatte am Montag ihren Auftritt bei Instagram gestartet. Das erste Bild zeigt zwei Polizisten auf einer Brücke über der Isar. Schlagartig hatte der Account einige Tausend Abonnenten. „Diese Plattform verzeichnet ein rasantes Wachstum und hat gerade bei jüngeren Zielgruppen hohe Reichweiten“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). „Das wollen wir auch für unsere polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit nutzen.“ Letztlich bleibt es jedem Polizeibereich überlassen, ob und wie er Instagram nutzt.

Instagram ist eine App, die Facebook 2012 für etwa eine Milliarde Dollar übernommen hatte. Derzeit mehr als eine Milliarde Nutzer können dort Fotos und Videos veröffentlichen. Die Accounts sind wahlweise für jedermann oder nur für befreundete User einsehbar. Die bayerische Polizei ist im Internet schon auf Twitter und Facebook präsent. Dort posten die Präsidien immer wieder Meldungen über aktuelle Einsätze oder Blicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit.

Münchner Polizei bei Instagram

Mitteilung der Polizeigewerkschaft

Mitteilung des Ministeriums

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