Klose über Talentförderung: Nachwuchstrainer als Problem

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WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose
WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose. (Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der frühere Weltklasse-Stürmer Miroslav Klose sieht das persönliche Erfolgsstreben einiger Nachwuchstrainer als Problem in der deutschen Talentförderung an. „Ich habe das Gefühl, dass viele Jugendtrainer selbst nach oben in den Profifußball streben, weil sie wissen, dass sie dort mehr Geld verdienen können“, sagte der Trainer der U17-Junioren des FC Bayern München im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wie gesagt: Das ist nur ein Gefühl. Aber wer im Jugendbereich Titel holt, empfiehlt sich natürlich auch für Höheres.“

Für den 41-Jährigen hängt die Talentförderung maßgeblich von der Qualität und der Einstellung der Nachwuchstrainer ab. „Wir brauchen qualitativ hochwertige Jugendtrainer“, sagte Klose. Die Talente seien da, aber es gebe Trainer, die zu ergebnisorientiert denken.

Klose arbeitet seit 2018 als Jugendcoach bei den Bayern. Im nächsten Jahr möchte er den Fußball-Lehrer-Schein machen. Ob er anschließend auch mal in der Bundesliga arbeiten möchte, weiß der WM-Rekordtorschütze noch nicht: „Wenn ich den Fußball-Lehrer mache, muss das in gewisser Weise mein Ziel sein. Aber ich bin noch total zufrieden und glücklich mit meiner Jugendmannschaft.“

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