Klinik-Ärzte Bayerns streiken erneut

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Patienten in bayerischen Krankenhäusern müssen am Mittwoch mit Wartezeiten rechnen - oder ihren Termin verschieben. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund Bayern hat für den 15. Mai alle angestellten Ärzte der tarifgebundenen kommunalen Kliniken im Freistaat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Am frühen Nachmittag ist eine zentrale Kundgebung auf dem Münchner Odeonsplatz geplant. „Die Streikbereitschaft ist sehr hoch, gerade bei den jungen Ärzten“, sagte eine Sprecherin am Freitag in München. Schon jetzt sei klar, dass sich aus allen Regionen des Freistaats Ärzte beteiligen.

Mit dem Warnstreik soll der Druck in den Tarifverhandlungen für die kommunalen Krankenhäuser erhöht werden. Die Verhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände waren Anfang Mai vertagt worden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld und zwei arbeitsfreie Wochenenden im Monat. Es sei in einigen Punkten eine Annäherung erreicht worden, gebe aber noch offene Fragen, hatte es vom Marburger Bund geheißen. Die Arbeitgeber seien nach eigener Darstellung „sehr kompromissbereit“ gewesen. Die verbliebenen Punkte sollten in der nächsten Verhandlungsrunde gelöst werden können, hieß es.

Der Marburger Bund bietet den einzelnen Kliniken eine sogenannte Notdienstvereinbarung an, so dass eine Versorgung von Notfällen sichergestellt ist. Zuletzt hatten im Rahmen eines bundesweiten Streiks im April mehr als 1000 Ärzte kommunaler Krankenhäuser in Bayern ihre Arbeit niedergelegt.

Bayernweiter Warnstreik am 15. Mai

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen