Keine Spur vom Braunbären: „Unauffällig unterwegs“

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Deutsche Presse-Agentur

Gut drei Wochen nach dem Braunbären-Schnappschuss einer Wildtierkamera im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fehlt von dem Tier jede Spur. „Er ist so unauffällig unterwegs wie in den Wochen zuvor“, sagte eine Sprecherin des bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) am Donnerstag. „Seit dem Fotofallenbild haben wir keinen weiteren Nachweis von dem Bären.“ Die Kamera hatte das Tier in der Nacht zum 23. Oktober abgelichtet. Es war die erste Sichtung eines Braunbären auf deutschem Boden seit dem Abschuss von Bär Bruno vor gut 13 Jahren.

In der Nähe der Kamera sicherten Experten Spuren wie Fellreste und Kot, die DNA des Bären enthalten könnten. Diese Spuren werden nun ausgewertet. Man hoffe, darüber mehr Klarheit über die Herkunft des Tieres zu bekommen. Vermutet wird, dass es sich um einen männlichen Bären handelt, der wie sein berühmter Vorgänger Bruno aus dem italienischen Trentino über Tirol nach Bayern kam.

Unklar ist derzeit, ob er sich überhaupt noch in Bayern aufhält. Im Freistaat gab es bisher keinen einzigen Riss. Allerdings ernähren sich Bären zum überwiegenden Teil von Pflanzen. Dass sich der Bär schon zum Winterschlaf zurückgezogen habe, sei unwahrscheinlich, sagte die LfU-Sprecherin. Denn noch finde sich genug Nahrung wie Gras, Beeren und Früchte. Bären ernähren sich zum Großteil von Pflanzen.

Bei dem neuen Bären gebe es keinen Grund zur Beunruhigung, betonte die Sprecherin. Er verhalte sich absolut wildtiertypisch, unauffällig und scheu. Solange auch die Menschen sich vernünftig verhielten und keine Essenreste oder Abfälle in der Natur zurückließen, gingen die Behörden davon aus, dass es keine Probleme gebe.

Protokoll Wanderung Bruno

Infos des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) zu Bären

Managementplan Braunbären in Bayern

Mitteilung LfU

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