Keine Lust mehr auf Streit am Riedberger Horn

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Keine Lust mehr auf Streit am Riedberger Horn
Keine Lust mehr auf Streit am Riedberger Horn (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung

Der Finanzminister Markus Söder hat das Liftprojekt am Riedberger Horn auch gegen Widerstand im Münchner Kabinett noch durchgedrückt – der Ministerpräsident Markus Söder räumt es nun ab.

Wohl, weil ihm aus dem Allgäu signalisiert wurde, dass man dort keine rechte Lust mehr verspürt, das Projekt trotz der Aussicht auf langwierige juristische Streitereien voranzutreiben. In der Sache ist es ohnehin richtig, gerade in kleineren Skigebieten eher auf alternative Tourismusangebote zu setzen. Der Wettbewerb mit Mega-Skiarenen wie in Vorarlberg ist nicht zu gewinnen.

Das Ergebnis, das nun vorgestellt worden ist, hätte man schon früher haben können, und bei einem geringeren Kollateralschaden. Denn ein Nachteil des Projekts ist schon eingetreten: Für ein touristisches Vorhaben wurde in den Alpenplan eingegriffen, dessen Zweck das Bewahren schützenswerter Natur ist. Das Abkommen galt bisher als unantastbar und ist es nun nicht mehr. Darauf können Investoren anderswo noch immer verweisen. Insofern ist es konsequent, dass die Naturschützer ihre Klage aufrechterhalten.

u.mendelin@schwaebische.de

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