Kaniber: EU-Agrarzuschüsse für Großbetriebe deckeln

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Michaela Kaniber (CSU)
Michaela Kaniber (CSU). (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) fordert bei der Verteilung der EU-Agrarzuschüsse eine Abkehr von der langjährigen Bevorteilung der Großbetriebe: „Der Wunsch der Gesellschaft und der Verbraucher ist: weg von Agrarindustrien“, sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Das heißt: Das Geld muss von den großen Agrarbetrieben hin zu den kleinen und mittleren.“

Der Anlass von Kanibers Forderung: Die EU verteilt ihre Zuschüsse für die Bauern nach Betriebsgröße: Je größer der Hof, desto höher die Förderung. „Bei den anstehenden Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik GAP wollen wir erreichen, dass die Förderzuschläge für die ersten 46 Hektar verdoppelt werden“, sagte Kaniber. „Das würde zu uns passen, denn in Bayern liegt die Durchschnittsgröße der Betriebe bei 40 Hektar.“ Die Förderung der großen Betriebe dagegen müsse man kappen, sagte die Agrarministerin. „Über 100 000 Euro sollte es nicht mehr für die Großen geben.

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