Imker forscht mit „Almbienen“: weniger Milben-Befall

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«Almbienen»
Ein Imker zeigt während einer Pressekonferenz Bienen, die auf einer Wabe sitzen. (Foto: Sven Hoppe/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bienen summen zu Forschungszwecken bei Garmisch-Partenkirchen auf dem Schachen am Königshaus von Ludwig II. in 1866 Metern Höhe. Arno Bruder, Imkereifachberater des Bezirks Oberbayern, will mit dem nach seinen Angaben höchstgelegenen Bienenstand Deutschlands herausfinden, wie sich Bienen anpassen.

Es gehe um die Frage, ob in solchen Höhen Honig geerntet werden könne und welche Qualität er habe, sagte Bruder, der nun im zweiten Jahr sechs Bienenvölker auf die Alm geholt hat. Geklärt werden solle auch, welche Alpenflora für die Bienen interessant sei und wie sich die Veränderung der Pflanzenwelt mit dem Klimawandel auswirke.

Auch den Befall der Bienen mit der Varroa-Milbe beobachtet Bruder mit einem Wissenschaftler. Erstes Ergebnis: „Der Befall ist hier oben wesentlich geringer als im Tal.“ Das liegt eventuell daran, dass keine belasteten Bienen aus anderen Völkern eingflögen und Milben von stark belasteten Bienenvölkern mitbrächten.

Die Saison auf der Alm ist kurz. Sie beginnt im Juni und endet im September. Heuer konnten die Bienen wegen der großen Schneemengen des Winters erst Ende Juli in die Höhe gebracht werden. Das raue Wetter stecken die Bienen zwar recht gut weg. Wenn allerdings tagelang Regen und Nebel herrsche, müsse mit Honig zugefüttert werden.

Der Gebirgshonig habe meist ein besonders blumenreiches Aroma - eine Mischung: „Alpenrose wird sicher dabei sein, ein bisschen Honigtau von Kiefern, Fichten und Latschen“, sagt Bruder. „Leider sind die Erträge relativ klein - wir bewegen uns hier halt im Gourmetbereich.“

Bienen werden in den Alpen vor allem im Tal und bis etwa 1200 Meter Höhe gehalten. Manche Imker brächten ihre Völker auch temporär in höhere Regionen, um beispielsweise die Alpenrosenblüte zu nutzen.

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