Imam Idriz zu Nizza: „In ganz besonderer Weise erschüttert“

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Deutsche Presse-Agentur

Der muslimische Geistliche Benjamin Idriz hat sich schockiert über die Messerattacke von Nizza mit drei Toten geäußert. „Wieder sind wir als Muslime in ganz besonderer Weise erschüttert, in ganz besonderer Weise fassungslos, und in ganz besonderer Weise herausgefordert“, schrieb der über seine Islamische Gemeinde im oberbayerischen Penzberg hinaus bekannte Imam am Donnerstag in einer Mitteilung.

„Wenn Menschen bei solchem Tun, wie heute in Nizza, sich tatsächlich auf Gott berufen, dann rufen wir Muslime ihnen laut und deutlich entgegen: Nie kann Gott, der Allerbarmer und Allbarmherzige, Sein barmherziger Prophet oder unser Glaube der Islam, für eure Verbrechen eingespannt werden.“ Muslime solidarisierten sich mit allen Opfern; wer auch immer unter Gewalt leide.

„Die Menschheit braucht eine vernünftige Stimme“, sagte der Geistliche weiter. Es brauche eine Stimme, die „den Hass aus den Herzen der Menschen vertreibt und uns von Hass zu Liebe, von Beleidigungen zu Respekt, und von Rache zu Versöhnung führen soll“. „Für diese Ziele muss sich die ganze Menschheit verbünden.“ Muslime wie Nicht-Muslime seien gefordert, dafür gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Bei der Messerattacke in einer Kirche in der südfranzösischen Stadt Nizza waren mindestens drei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden; der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Frankreich rief die höchste Terrorwarnstufe aus, Präsident Emmanuel Macron sprach von einem islamistischen Terroranschlag.

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