„Hund, Katze, Maus“: Ausstellung zeigt Tiere in der Antike

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Hund, Katze, Maus
Das Foto zeigt das Exponat „Maus mit Kuchenkrümel“ aus der Ausstellung „Hund, Katze, Maus. Tiere in Alltag und Mythos“. (Foto: - / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Heuschreckenschwärme vernichten die Ernte, Mäuse fressen Getreidekammern leer und Raubtiere töten Ziegen oder Kühe - das Verhältnis der Menschen zu Wildtieren war vor allem in früheren Jahrhunderten oft angespannt. Eine Ausstellung in den Staatlichen Antikensammlungen in München gibt nun Einblicke, wie es in der griechischen, etruskischen und römischen Antike war. „Die Herren der wilden Tiere waren die Götter, die in der für den Menschen bedrohlichen, aber auch faszinierenden Natur walteten“, teilte das Museum am Dienstag mit. Die Ausstellung „Hund, Katze, Maus. Tiere in Alltag und Mythos“ ist bis zum 10. Januar 2021 zu sehen.

Dabei schrieben die Menschen den Tieren Eigenschaften zu. Starke, gefährliche Löwen etwa sollten vor Gefahren schützen, so das Museum. Bilder von Heuschrecken konnten nach Überzeugung der Leute echte Schwärme der gefräßigen Insekten abwehren. Ähnlich war es mit Mäusen: „Die Bilder zeigen sie oft an Krümeln nagend“, heißt es in der Ausstellungsbroschüre. Auch hier der Gedanke: Wer eine futternde Maus als Figur besitzt, schützt sich vor realen Nagern. Froschfiguren dagegen sagte man dem Museum zufolge eine Verbindung zu den Göttern der Unterwelt nach, was Unheil abwehren konnte. Manchmal ging es aber auch nur ums Prestige. So seien Darstellungen von Pferden oder Jagdhunden Statussymbole für die Elite gewesen.

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