Huber: Bayern-Ei-Skandal ist Verkettung tragischer Umstände

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Marcel Huber
Marcel Huber (CSU) nimmt an der Sitzung des Untersuchungsausschusses teil. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der beim Ausbruch des Bayern-Ei-Skandals 2014 verantwortliche Umweltminister Marcel Huber hat die europaweiten Salmonellenerkrankungen ausdrücklich bedauert. „Das Ganze ist eine Verkettung tragischer und vielleicht sogar krimineller Umstände“, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch bei seiner Zeugenanhörung im Untersuchungsausschuss des Landtags. Der Lebensmittelskandal und seine Auswirkungen gingen ihm persönlich „sehr nahe“. Erstmals erfahren habe er von Eiern mit Salmonellen am 13. August 2014.

Wie zuvor Umweltministerin Ulrike Scharf und Agrarminister Helmut Brunner (beide CSU) wies Huber aber den Vorwurf unzureichender Kontrollen bei der niederbayerischen Firma und eigene Versäumnisse umgehend zurück. „Bayern-Ei wurde behandelt wie viele andere Betriebe die in dieser Zeit aufgefallen sind“, sagte er. Ein Minister sei nicht der „Oberkontrolleur“. Er komme nur dann ins Spiel, wenn in einem Referat ein bestimmter Fall auftrete und die politische Spitze informiert werde. Dies sei etwa bei Schnellwarnungen von Lebensmitteln für Verbraucher der Fall. Er habe generell nicht den Eindruck, dass die Verantwortlichen Fehler gemacht hätten.

Der Ausschuss soll die Hintergründe eines Salmonellenskandals im Jahr 2014 aufklären, für den die niederbayerische Firma Bayern-Ei verantwortlich gemacht wird. In mehreren europäischen Ländern waren damals Menschen an Salmonellen erkrankt; mindestens ein Mensch soll an den Folgen gestorben sein. Die Behörden und die Staatsregierung sehen sich unter anderem mit dem Vorwurf konfrontiert, sie hätten früh von dem Skandal gewusst, die Bevölkerung aber nicht gewarnt.

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