Horrorunfall: Wheelie-These widerlegt

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Das Wrack des verunfallten Motorrads liegt auf einem Radweg bei Immenstadt im Allgäu.
Das Wrack des verunfallten Motorrads liegt auf einem Radweg bei Immenstadt im Allgäu. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur
Schwäbische Zeitung

Stellungnahme der Polizei vom 1. September 2017:

Dem jetzigen Ermittlungsstand nach rutschte dem Motorradfahrer aus noch unklarer Ursache das Vorderrad weg. Er verlor dadurch die Kontrolle und kam nach links von der Fahrbahn ab. Dort kam es zu dem äußerst tragischen Unfall.

Ein sogenannter „Wheelie“ als direkte Unfallursache kann zwischenzeitlich nahezu ausgeschlossen werden.

Da ein Autofahrer den späteren Unfallverursacher zuvor andernorts auf dem Hinterrad fahren sah, wurde dieser Umstand in die Ermittlungen mit einbezogen und geprüft. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wird die Staatsanwaltschaft Kempten über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Die gefahrene Geschwindigkeit des verunfallten Motorradfahrer ist nach wie vor Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Bericht vom 30. August:

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Allgäu sind zwei Jugendliche und deren Mutter sowie ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Einzig der 50 Jahre alte Familienvater blieb unverletzt.

Der 24 Jahre alte Kradfahrer hatte nach Angaben der Polizei vom Mittwoch bei einem gewagten Fahrmanöver und zu hoher Geschwindigkeit am Vorabend die Kontrolle über sein Gefährt verloren. Das Motorrad schleuderte in Immenstadt im Allgäu in die Familie am Rand einer Staatsstraße.

Der 14-jährige Sohn und die 48-jährige Mutter starben noch am Unfallort. Die 16-jährige Tochter und der 24 Jahre alte Motorradfahrer erlagen am Mittwoch im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Familie kam aus dem Landkreis Oberallgäu.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat der junge Fahrer den Unfall wohl durch rücksichtlose Fahrweise verursacht. Der 24-Jährige könnte einen sogenannten „Wheelie“ gemacht haben, bei dem das Motorrad nur auf dem Hinterrad fährt, sagte ein Polizeisprecher. Man gehe zudem davon aus, dass er zu schnell gefahren sei. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter, den Unfallhergang zu rekonstruieren.

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