Hopp: Hoeneß hat die Voraussetzung, loslassen zu können

Lesedauer: 3 Min
Dietmar Hopp und Uli Hoeneß
Der Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp (l) und Bayern Präsident Uli Hoeneß stehen auf der Tribüne. (Foto: Hasan Bratic/dpa/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Hoffenheims Mäzen und Mehrheitseigner Dietmar Hopp glaubt, dass Uli Hoeneß Abstand vom FC Bayern gewinnen kann. „Eine der positiven Eigenschaften, die ich neben seiner Leidenschaft und Menschlichkeit an Uli Hoeneß schätze, ist, dass er völlig uneitel ist. Und genau das ist eine Grundvoraussetzung dafür, das loslassen zu können, was man lange entscheidend mitgestaltet, ja in seinem Fall sogar aufgebaut hat“, sagte der Milliardär der Deutschen Presse-Agentur über den scheidenden Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Der 67 Jahre alte Hoeneß will am Freitag ins zweite Glied rücken. „Er muss niemandem mehr etwas beweisen und kann seine Lebensleistung für sich sprechen lassen. Ich bin mir aber auch sicher, dass er trotz einer größeren Distanz immer ein waches Auge auf seinen FC Bayern haben wird“, prophezeite Hopp. Der 79-Jährige pflegte als Macher des Bundesliga-Rivalen TSG 1899 Hoffenheim schon immer den Kontakt zur Münchner Führungsriege und war oft Golfpartner von Franz Beckenbauer.

„Unser Verhältnis ist sehr vertrauensvoll und freundschaftlich und wir gehen respektvoll und offen miteinander um, sei es auf sportlicher oder auch privater Ebene. Die seltenen Nadelstiche, die die TSG den Bayern versetzte, haben ihn nie aus der Fassung gebracht“, sagte Hopp über Hoeneß. Ein prägendes Erlebnis mit dem langjährigen Bayern-Manager und -Boss sei gewesen, als er seine „legendäre Hilfsbereitschaft“ bei einem Golfturnier bewiesen habe: „Spontan hat Uli eine sehr namhafte Summe gespendet und damit in Afrika vielen Kindern und Jugendlichen geholfen.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen