Holocaust-Tagung „Lessons & Legacies“ erstmals in Europa

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Deutsche Presse-Agentur

Holocaust-Forscher sehen die Erinnerungskultur an die Gräuel des Nationalsozialismus in Zeiten von zunehmendem Rechtspopulismus und Antisemitismus erschwert. Wissenschaftler seien gerade in Osteuropa einem zunehmenden Druck durch Nationalisten und nationalistische Regierungen ausgesetzt, sagte Frank Bajohr, Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte (IfZ), am Montagabend in München bei der Eröffnung der Tagung „Lessons & Legacies of the Holocaust“.

Rund 200 Historiker und Holocaust-Forscher aus aller Welt treffen sich bis Donnerstag bei der Konferenz, die seit 1989 alle zwei Jahre abgehalten wird und nun zum ersten Mal in Europa stattfindet. Ein Thema soll die Frage sein, wie die historischen Inhalte vermittelt werden können. Auch neue Erkenntnisse werden präsentiert, etwa zu Ghettos oder Konzentrationslagern. Zudem wollen die Forscher unter anderem die Gedenkstätte des KZ in Dachau besuchen.

Tagungsprogramm

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