Hobbyschatzsucher finden Knochen und Kampfflugzeugteile

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Polizeiauto mit Blauchlicht
Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Hobbyschatzsucher haben in Niederbayern Teile eines mutmaßlich abgestürzten Kampfflugzeuges aus dem Zweiten Weltkrieg und Knochenfragmente gefunden. „Dabei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste eines Piloten“, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Die beiden Hobbyschatzsucher waren demnach wohl gezielt mit Metallsonden in einem Waldstück in Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim) auf der Suche nach der Maschine. Mit Metallsonden fanden sie am Montag mehrere Metallteile, Typenschilder eines deutschen Kampfflugzeuges und alte Munition.

Der Kampfmittelräumdienst wurde alarmiert. Die Experten beseitigten die Munition - vier Patronen - fachgerecht, wie die Beamten weiter mitteilten. Die Knochenteile seien geborgen und zur Untersuchung abtransportiert worden. Die Kriminalpolizei Landshut bearbeitet den Fall in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg.

Solche Funde kommen 75 nach Kriegsende nicht mehr allzu häufig vor - aber doch immer mal wieder: Erst am 29. Januar waren bei den Arbeiten für den neuen Lindauer Fernbahnhof Knochen und Gegenstände gefunden worden, die vermutlich einem Wehrmachtssoldaten zuzuordnen sind. So wurden neben einem Helm unter anderem der Hörer eines Feldtelefons, ein Soldbuch und ein Blechteller entdeckt. Die Bauarbeiten wurden daraufhin im Bereich des Fundortes zunächst unterbrochen.

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