Hinweise auf Hunderte Raubgrabungen pro Jahr in Bayern

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Deutsche Presse-Agentur

Dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege liegen Hinweise auf mehrere Hundert Raubgrabungen im Jahr im Freistaat vor. Diese kämen von Ehrenamtlichen, Heimatpflegern und Strafverfolgungsbehörden, sagte eine Sprecherin. Viele Finder würden sich trotz einer gesetzlichen Pflicht nicht beim Landesamt melden.

Bayern hat als einziges deutsches Bundesland kein sogenanntes Schatzregal, wonach wissenschaftlich bedeutsame Funde Staatseigentum sind. Stattdessen gehört die Hälfte des Schatzes dem Finder, die andere Hälfte dem Grundstückseigentümer. Raubgräber unterschlagen die Beute aber nach Angaben des Denkmalamts regelmäßig. Selbst wenn sie deswegen verurteilt werden, dürfen sie aber ihren Anteil behalten.

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