Herrmann entsetzt über AfD-Kommentar zu Nürnbergs Christkind

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Wahl des neuen Nürnberger Christkinds
Das neu gewählte Nürnberger Christkind, Benigna Munsi. (Foto: Daniel Karmann/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat entsetzt auf den umstrittenen Kommentar eines AfD-Kreisverbands zum Nürnberger Christkind Benigna Munsi reagiert. „Hier begegnet uns die hämische Fratze des Rassismus, den die AfD als ihre Geisteshaltung immer gerne leugnen möchte“, sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Die 17-jährige Munsi war am Mittwoch von einer Jury einstimmig zum neuen Christkind von Nürnberg für die nächsten zwei Jahre gewählt worden. Munsi ist gebürtige Nürnbergerin, ihr Vater ist Inder, ihre Mutter Deutsche.

Der AfD-Kreisverband München-Land hatte am Donnerstag bei Facebook ein Bild von Munsi mit einem Kommentar in Anspielung auf die Ausrottung der Ureinwohner Amerikas veröffentlicht: „Nürnberg hat ein neues Christkind. Eines Tages wird es uns wie den Indianern gehen.“ Hunderte Internetnutzer verteidigten die junge Frau daraufhin; der AfD-Kreisverband löschte den umstrittenen Post später und entschuldigte sich.

„Selbst wenn die AfD-Kreisvorsitzende sich von dem Eintrag distanziert hat, macht es die Aussage nicht besser“, sagte Herrmann. „Das Posting zeigt nämlich abermals den rechtsextremistischen Wind, der bei der AfD weht.“

Mitteilung der Stadt zur Christkindsuche

BR24 "User verteidigen Nürnberger Christkind gegen Angriff von AfD"

AfD-Kreisverband München-Land auf Facebook

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