Herrlich reagiert auf Kritik des FCA-Präsidenten

Heiko Herrlich
Trainer Heiko Herrlich von Augsburg kommt mit Maske vor Spielbeginn zum Interview. (Foto: Matthias Balk / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Klaus Bergmann

Nach der Kritik von Präsident Klaus Hofmann am spielerischen Stillstand der Mannschaft muss Heiko Herrlich beim FC Augsburg im Saisonendspurt für seine Arbeit noch mehr werben. Dabei ist der Druck für den Trainer im Auswärtsspiel am Dienstag (20.30 Uhr) beim heimstarken Champions-League-Anwärter Eintracht Frankfurt geringer als im gleich folgenden Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln. „Wir haben zwar nur eine kleine Chance in Frankfurt, aber wir wollen versuchen, etwas mitzunehmen“, sagte Herrlich am Montag.

Thema in der Video-Pressekonferenz waren noch einmal die Worte von Vereinschef Hofmann. Dieser hatte das 0:0 am Samstag gegen Arminia Bielefeld als „weitere Episode unansehnlicher Leistungen in dieser Saison“ bezeichnet. Das ließ aufhorchen - auch Herrlich. „Die Kritik steht ihm zu. Sie ist berechtigt“, reagierte der 49-Jährige. Ihm selbst habe Hofmann „das so nicht gesagt“, ergänzte Herrlich.

Der FCA liegt mit 33 Punkten zwar aussichtsreich im Rennen um ein mögliches elftes Bundesligajahr am Stück. Aber eine nachhaltige spielerische Entwicklung der durchaus mit begabten Spielern besetzten Mannschaft wird von den Verantwortlichen immer wieder vermisst. „Im Training funktioniert es oft sehr gut“, wiederholte Herrlich. Auch Manager Stefan Reuter hatte auf diesen mildernden Umstand verwiesen. „Wir werden weiter daran arbeiten“, kündigte Herrlich an.

In Frankfurt erwartet er einen entschlossenen Gegner: „Sie werden nach der Niederlage in Gladbach eine Reaktion zeigen wollen.“ Der Tabellenvierte mit Blickrichtung Champions League hatte im ersten Spiel nach dem von Coach Adi Hütter verkündeten Abschied am Saisonende beim künftigen Verein des Österreichers deutlich mit 0:4 verloren. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich irgendein Eintracht-Profi wegen der Hütter-Geschichte „hängenlässt“, bemerkte Herrlich.

Die Augsburger treten bei den im eigenen Stadion ungeschlagenen Hessen ersatzgeschwächt an. Daniel Caligiuri und Rani Khedira fallen mit Gelbsperren aus. Kapitän und Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw musste nach einem Zusammenprall gegen Bielefeld verletzt vom Platz, hat aber keine Gehirnerschütterung erlitten. Gouweleeuw habe die Freigabe vom Teamarzt bekommen, sagte Herrlich. Er reiste mit nach Frankfurt.

Trotzdem will der Coach einen Einsatz sorgsam abwägen, zumal die Augsburger nur drei Tage später das ganz wichtige Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten 1. FC Köln bestreiten.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-266153/3

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