Heimatpreis Mittelfranken: Acker-Verlosung und Schmiedekunst

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Heimatminister Albert Füracker
Heimatminister Albert Füracker. (Foto: Lino Mirgeler / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Acker-Verlosung, Kirchweih, Festspiele und Schmiedekunst: Sieben Vereine und Bräuche erhalten in diesem Jahr den „Heimatpreis Mittelfranken“. Die Preisträger sorgten dafür, dass erhaltenswerte Traditionen an künftige Generationen weitergegeben werden, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) anlässlich der Verleihung des Heimatpreises am Montag in Ansbach. Die Ehrung gibt es in jedem Regierungsbezirk.

Zu den mittelfränkischen Ausgezeichneten gehören die Eppelein-Festspiele in Burgthann, die an den Raubritter Eppelein von Gailingen als „fränkischen Robin Hood“ erinnern. Auch die jahrhundertealte Osingverlosung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim wird geehrt. Alle zehn Jahre wird hier per Losverfahren eine landwirtschaftliche Gemeinschaftsnutzfläche unter den Bauern mehrerer Dörfer gerecht aufgeteilt.

Mit dem Rothenburger Meistertrunk und der Kinderzeche Dinkelsbühl werden zudem zwei Festspiele ausgezeichnet. Das eine erinnert an die Rettung der Stadt Rothenburg ob der Tauber durch den Bürgermeister vor dem kaiserlichen Heer während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1631. Das andere geht zurück ins Jahr 1629: Damals feierten Dinkelsbühler Kinder das erfolgreich zu Ende gebrachte Schuljahr mit einem Ausflug ins Wirtshaus - und die Stadt übernahm die Zeche.

Weitere Preisträger sind der Heimatverein Herzogenaurach, die Michaelis-Kirchweih in Fürth und der Historische Eisenhammer in Eckersmühlen, einem Ortsteil von Roth. Der ehemalige Handwerksbetrieb ist seit 1985 ein Museum zur Kunst des Hammerschmiedens.

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