Grabstein verschwindet von Würzburger Hauptfriedhof

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Deutsche Presse-Agentur

Ein verschwundener Grabstein auf dem Hauptfriedhof in Würzburg gibt der Polizei Rätsel auf. Außer dem Grabstein waren auch Grabplatte, Blumenschmuck und Verzierung von einem Tag auf den anderen plötzlich komplett weg - und von möglichen Tätern fehlt nach wie vor jede Spur.

„Wir haben den Stein tatsächlich noch nicht gefunden und wir konnten bislang noch niemanden als Verantwortlichen ermitteln“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der Verlust war einem Angehörigen Anfang August aufgefallen, zur Polizei ging er aber erst zwei Wochen später. Zuerst hatte die „Main-Post“ über den Fall berichtet. Der Würzburger Hauptfriedhof ist zwölf Hektar groß und hat etwa 18 000 Grabstätten.

Die Polizei ermittelt nun in verschiedene Richtungen. Der Fall sei dabei aufwendiger als zunächst gedacht, weil auf dem Hauptfriedhof mehr unterschiedliche Unternehmen arbeiten als zunächst angenommen. Zudem seien nicht alle Ansprechpartner in der Haupturlaubszeit schnell erreichbar. Ob eine Straftat vorliegt oder es sich beim Räumen der oberirdischen Teile des Grabes um ein Versehen gehandelt haben könnte, war zunächst unklar.

„Das ist schon kurios und nicht einfach für die Angehörigen“, so der Sprecher weiter. Einen ähnlichen Fall habe es bislang in Würzburg noch nicht gegeben. Zwar seien schon Teile von Gräbern wie Dekorationen oder einbetonierte Grablichter abhanden gekommen, ein ganzes oberirdisches Grab allerdings noch nicht, sagte der Sprecher dazu. Bei den Angehörigen schwinden indes die Hoffnungen darauf, dass der Grabstein wieder auftaucht. „Wenn ihn bis jetzt keiner zurückgebracht hat, wird sich auch keiner mehr melden“, sagte der Sohn der Verstorbenen der „Main-Post“.

Infos zum Hauptfriedhof

Bericht der "Main-Post"

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