Grüne wollen giftfreie Landwirtschaft

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Ludwig Hartmann (Grüne).
Ludwig Hartmann (Grüne). (Foto: dpa)
Ralf Müller

Mit Boden- und Wasserentgiftung, Klima- und Artenschutz sowie umweltfreundlicher Mobilität wollen die Grünen vor der Bundestagswahl punkten. Ziel sei die Ablösung der Großen Koalition in Berlin, sagte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, am Mittwoch in Landshut. Die Grünen setzten daher alles daran, drittstärkste Kraft im Bundestag zu werden. In Landshut begann die alljährliche Herbstklausur der bayerischen Grünen unter dem Motto „Giftfreie Landwirtschaft – für Bauern, Bienen und Bayern das Beste“. Ludwig Hartmann, Vorsitzender der Landtagsfraktion, sagte zum Start der Tagung, in Bayern seien nicht nur mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Gesundheit der Menschen bedroht.

Wetterkatastrophen, das Bienensterben und Grundwasserprobleme machten den Menschen immer mehr bewusst, dass dies bestimmende Themen seien, sagte Hofreiter: „In der Klimakrise droht uns die Zeit wegzulaufen.“ Die niederbayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger forderte eine „Agrarwende“ mit dem Ziel einer „giftfreien Landwirtschaft“. Die bayerischen Grünen streben nach den Worten von Fraktionschef Hartmann eine Reduzierung von Pestiziden und Insektiziden um die Hälfte bis 2030 an. Dies könne nur mit den Landwirten erreicht werden. Vielen von ihnen fühlten sich inzwischen beim Chemieeinsatz auch nicht mehr wohl. Kein Landwirt gehe an die Arbeit mit dem Vorsatz, Schaden anzurichten, sagte Hartmann.

In Landshut wollen sich die Grünen auch als betont europafreundliche Partei profilieren. Anlass dafür ist auch die Visite von Reinhard Bütikofer, dem Vorsitzenden der Europäischen Grünen-Partei, am kommenden Freitag. Gebraucht werde ein „starkes Europa in allen Politikfeldern“, sagte die Landtagsfraktions-Covorsitzende Katharina Schulze.

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