Gipskonzern Knauf übernimmt USG Boral

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Deutsche Presse-Agentur

Zwei Jahre nach dem Mammutkauf eines Konkurrenten hat der unterfränkische Gipskonzern Knauf erneut zugeschlagen: Das Unternehmen USG Boral mit Hauptsitz in Singapur wurde für 1,015 Milliarden US-Dollar (867 Mio Euro) übernommen, wie Jörg Schanow von der Knauf-Geschäftsleitung am Donnerstag bestätigte. Zuvor hatte die „Main-Post“ darüber berichtet.

Die Gebr. Knauf KG war zuvor bereits zur Hälfte an USB Boral beteiligt. Das Unternehmen gelte als Branchenprimus in Südostasien. „Der Mitgesellschafter Boral hat Knauf seine Anteile kürzlich zum Kauf angeboten“, sagte Schanow. Der Kaufvertrag wurde bereits am Montag abgeschlossen. Der Gipskonzern aus Iphofen (Landkreis Kitzingen) erweitert sich damit um 19 Fabriken und 3200 Beschäftigte.

Dem Kauf müssten Kartellbehörden in Ländern wie Australien, Neuseeland und Thailand zunächst zustimmen. Voraussichtlich stünden fünf Kartellverfahren an, sagte Schanow. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.

Bereits im Jahr 2018 blätterte Knauf rund 6 Milliarden Euro für den US-Konkurrenten USG hin und übernahm damit rund 7000 Beschäftigte.

Mittlerweile zählt Knauf mit über 35 000 Beschäftigten zu den 50 größten Familienunternehmen in Deutschland und ist laut eigenen Angaben in rund 250 Standorten in 86 Ländern vertreten. Der Jahresumsatz liegt bei rund 10 Milliarden Euro.

Pressemitteilung USG Boral

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