Genossenschaftsverband feiert 125-jähriges Bestehen

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Deutsche Presse-Agentur

Bayerns Genossenschaften feiern sich zum 125. Bestehen selbst als Bollwerk der Verlässlichkeit. „Genossenschaften schaffen Stabilität, wenn Märkte versagen“, sagte Jürgen Gros, der Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbands, am Dienstag in München. Die Genossenschaften hätten seit Ende des 19. Jahrhunderts das Ende der Monarchie, zwei Weltkriege, Weltwirtschafts- und Finanzkrisen überstanden. Das Jubiläum wird an diesem Donnerstag bei einem Festakt in Unterschleißheim groß gefeiert, Festredner ist Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Der Vorläufer des heutigen Genossenschaftsverbands war der 1893 gegründete Landesverband landwirtschaftlicher Darlehenskassenvereine. Heute sind in dem Verband einerseits die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken und andererseits die Warengenossenschaften vereint. Bei der letzten großen Jubiläumsfeier zum 100. Jubiläum 1993 hatte Söders politischer Ziehvater Edmund Stoiber (CSU) gesprochen - das seither verflossene Vierteljahrhundert zeigt allerdings, dass die Zeit auch an den Genossenschaften nicht spurlos vorübergegangen ist. 1993 gab es noch insgesamt 1700 Genossenschaften mit 70 000 Mitarbeitern in Bayern, heute sind es noch knapp 1300, die rund 50 000 Menschen beschäftigen. „Wir sind nach wie vor tief verwurzelt in Bayern“, sagte Gros.

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