Geldstrafen wegen illegaler Autorennen und Führerscheine weg

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wegen mehrerer kurzer Autorennen auf der B17 in Augsburg sind zwei Fahrer zu Geldstrafen und Führerscheinentzug verurteilt worden. Die 24 und 26 Jahre alten Männer hatten am Mittwoch in dem Prozess vor dem Augsburger Amtsgericht die Rennen zunächst geleugnet, später aber einen Teil der Vorwürfe doch noch zugegeben. Ein dritter Fahrer war zuvor bereits per Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung verurteilt worden.

Seine beiden Kontrahenten erhielten nun Geldstrafen von 1500 und 2000 Euro (50 Tagessätze zu 30 und 40 Euro), zudem darf ihnen erst nach sieben Monaten ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Die Urteile wurden sofort rechtskräftig (Az.: 19 Cs 601 Js 135596/17).

Die drei Sportwagenfahrer hatten sich mit ihren 339 bis 549 PS starken Boliden auf kurzen Strecken der autobahnähnlichen Bundesstraße Beschleunigungsduelle geliefert. Eine Zivilstreife der Polizei hatte die Taten am 14. Oktober 2017 dokumentiert. Erst ein Tag zuvor war das neue Gesetz gegen illegale Autorennen in Kraft getreten, bis dahin galten solche Straßenrennen nur als Ordnungswidrigkeit. Das Augsburger Verfahren war somit eines der bundesweit ersten nach dem neuen Paragrafen.

Neuer Paragraf gegen Autorennen - Strafgesetzbuch §315d

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