Geldstrafe für Bayerns Tolisso wegen neuem Tattoo

Corentin Tolisso im Zweikampf
Münchens Corentin Tolisso (l) im Zweikampf mit dem Mainzer Daniel Brosinski. (Foto: Guenter Schiffmann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Fußball-Weltmeister Corentin Tolisso vom FC Bayern und Matheus Cunha von Hertha BSC haben mit neuen Tattoos während der Corona-Pandemie für jede Menge Unverständnis gesorgt. Beide müssen wegen des Verstoßes gegen Corona-Vorgaben Geldstrafen bezahlen. „Solche Verstöße werden wir nicht tolerieren. Wir werden Corentin Tolisso daher mit einer empfindlichen Geldstrafe belegen, den Betrag werden wir für karitative Zwecken spenden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Samstag.

Der 26 Jahre alte Tolisso hatte sich diese Woche eine Tätowierung stechen lassen und damit nicht nur gegen Regeln des Vereins verstoßen. Während des Lockdowns darf ohnehin nicht tätowiert werden. „Es tut mir leid, dass ich gegen die Bestimmungen meines Clubs und der DFL verstoßen habe“, entschuldigte sich der Franzose via Twitter. „Ich weiß, dass ich unsere Fans und den FC Bayern München enttäuscht habe. Es tut mir leid!“

In den Corona-Zeiten sei man „sehr dankbar, dass die Spiele der Fußball-Bundesliga derzeit trotz der vorherrschenden Corona-Situation stattfinden können“, sagte Rummenigge. Umso mehr ärgern Aktionen wie die von Tolisso oder Cunha. „Corentin Tolisso hat jetzt gegen diese Vorgaben verstoßen, obwohl unsere sportliche und medizinische Führung diese Vorgaben fortwährend und deutlich intern kommuniziert“, kritisiert er. Die „Bild“ hatte zuvor darüber berichtet. Auf einem Foto in den sozialen Netzwerken war demnach zu sehen, dass weder Tolisso noch der Tätowierer einen Mund-Nasen-Schutz getragen hatten.

Bayerns Trainer Hansi Flick sprach mit dem Mittelfeldakteur und drückte sein Missfallen aus. „Das ist ein No-Go und es tut ihm auch sehr leid“, sagte Flick im TV-Sender Sky. „Aber es ist vorbei, es ist geschehen, das kann man nicht mehr ungeschehen machen. Das darf nicht vorkommen.“ Laut Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe die Strafe eine Höhe, „die er spüren wird“. Mit Tolisso habe es „ein klares und deutliches“ Gespräch gegeben.

Die genaue Höhe der Strafe für den 26-jährigen Tolisso nannten die Münchner ebenso wie die Berliner im Falle von Cunha nicht. „Wir haben natürlich in aller Deutlichkeit mit Matheus über dieses Thema gesprochen“, sagte Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich. „Matheus hat seinen Fehler eingesehen und wird eine Spende an eine soziale Einrichtung leisten. Damit ist das Thema für uns erledigt und wir schauen nach vorne.“

Der 21 Jahre alte Brasilianer Cunha hatte sich nach dem 0:3 des Hauptstadtclubs gegen die TSG 1899 Hoffenheim und vor der 1:4-Niederlage gegen den SV Werder Bremen auf den Oberschenkeln tätowieren lassen.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-235071/4

Spielplan FC Bayern

Kader FC Bayern

Titelgewinne FC Bayern

Bundesliga-Spielplan

Bundesliga-Torschützenliste

Aktuelle Sperren in der Bundesliga

Bundesliga-Rekordspieler

Bundesliga-Rekordtorjäger

Bundesliga-Tabelle

Fakten zum Spiel

Kader Hoffenheim

Bundesliga-Statisitk Hoffenheim

Mitteilung FC Bayern

Bericht "bild.de"

Tweet Tolisso deutsch

Tweet Tolisso englisch

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Schriftzug Polizei

Zeugen gesucht: Männer entreißen Leine und werfen Hund in Fluss

Die Polizei sucht nach zwei jungen Männern, die in Kenzingen (Kreis Emmendingen) einen Hund in einen Fluss geworfen haben sollen. Der Hund sei rund 40 bis 80 Meter abgetrieben worden, habe aber leicht verletzt und mit einer leichten Unterkühlung von der Feuerwehr gerettet werden können, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Ein Tierschutzverein hat nun eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Nach einem Zeugenaufruf hätten sich bereits einige Menschen gemeldet, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Impftermin-Ampel: Jetzt freie Corona-Impftermine in Ihrer Region finden

Mehr holprig als reibungslos läuft seit einigen Wochen die Corona-Impfkampagne in ganz Deutschland. Vornehmlich alte oder pflegebedürftige Menschen werden in den meisten Bundesländern zuerst geimpft.

Doch selbst wer zur aktuellen Zielgruppe gehört, hat es gerade schwer, einen Termin zu bekommen. Regionale Impfzentren haben - wenn überhaupt - nur wenige freie Termine, die schnell vergeben sind. Daneben fällt es schwer zu verstehen, welche Alternativen zum Impfzentrum vor Ort es noch gibt.

Nach Tötungsdelikt an einem 13-Jährigen

13-Jähriger ermordet, 14-Jähriger in Haft: Neue Details zur Bluttat in Sinsheim

Nach dem gewaltsamen Tod eines 13-Jährigen in Sinsheim bei Heidelberg wird ein wegen eines früheren Messerangriffs polizeibekannter 14-Jähriger verdächtigt. Er sollte am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache des Jungen klären.

Der 13-Jährige ist nach ersten Erkenntnissen der Ermittler aus Eifersucht umgebracht worden. Die Ermittlungen zum Motiv liefen aber weiter, sagte Siegfried Kollmar von der Kriminalpolizei Mannheim am Donnerstag.

Mehr Themen