Günstiges Abwasser in bayerischen Städten

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Kläranlage
Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes „Raum Offenburg“ bei Griesheim. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Abwassergebühren in großen bayerischen Städten sind vergleichsweise günstig. Die acht größten Kommunen im Freistaat liegen in einer aktuellen Rangliste, die das Beratungsunternehmen IW Consult für den Eigentümerverband Haus und Grund erstellt hat, alle im günstigsten Drittel. Insgesamt wurden für die 100 größten deutschen Städte die typischen Jahreskosten für das Abwasser einer vierköpfigen Familie untersucht.

Die günstigsten bayerischen Städte im Ranking sind Regensburg und Augsburg, die bundesweit auf die Plätze 7 und 10 kommen. Dort schlägt das Abwasser mit 358 beziehungsweise 369 Euro pro Jahr zu Buche. Nürnberg und Erlangen sind auf den Plätzen 18 und 19 mit 393 Euro etwas teurer. Dahinter folgen Ingolstadt und München mit 398 beziehungsweise 404 Euro im Jahr sowie Fürth und Würzburg mit 430 und 435 Euro.

Zum Vergleich: Die mit Abstand günstigste Stadt im Ranking ist Worms mit 240 Euro pro Jahr. Am teuersten ist Abwasser demzufolge in Potsdam mit 940 Euro. Insgesamt sind die Gebühren im Norden Deutschlands tendenziell höher als im Süden.

Der Eigentümerverband kritisiert die großen regionalen Preisunterschiede. In vielen Städten seien die Gebühren zu hoch, sagte Präsident Kai Warnecke. Bayern kommt dabei allerdings vergleichsweise gut weg. Die Stadtwerke halten dagegen nichts von solchen Analysen. Die Entgelte seien nicht vergleichbar, hieß es beim Verband kommunaler Unternehmen. Denn Rahmenbedingungen wie Geografie und Bevölkerungsstruktur führten zu jeweils unterschiedlichen Kosten. Wie teuer es ist, Abwasser zu reinigen, hängt auch von Industrie und Landwirtschaft in der Region ab.

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