Frühere Betreiber des Streamingportals movie2k.to verhaftet

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Handschellen liegen auf einem Tisch
Handschellen liegen auf einem Tisch. (Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Sechseinhalb Jahre nach der Abschaltung des illegalen Streamingportals movie2k.to haben die Ermittlungsbehörden zwei mutmaßliche Hauptbetreiber festgenommen. Die beiden 37 und 44 Jahre alten Männer seien bereits am 14. November in Bayern und Rheinland-Pfalz gefasst worden, sagte Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, am Montag.

Zudem wurde in Berlin ein 37 Jahre alter Immobilienunternehmer unter Geldwäscheverdacht festgenommen. Er soll Erträge aus dem Betrieb von movie2k.to in Immobilien angelegt und verwaltet haben. Gegen alle drei Verdächtigen wurden Haftbefehl erlassen. Es handele sich um deutsche Staatsangehörige.

Vorausgegangen waren aufwendige Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem sächsischen Landeskriminalamt und der Leipziger Steuerfahndung. Das Portal movie2k.to war schon im Mai 2013 abgeschaltet worden. Laut Generalstaatsanwaltschaft wurden dort rund 880 000 Raubkopien von Filmen und Serien veröffentlicht.

Die Betreiber hätten das Portal damals selbst vom Netz genommen, sagte Klein. Zwei Jahre zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft zu einem Schlag gegen das damals viel genutzte Filmeportal kino.to ausgeholt. Dessen Drahtzieher wurden wegen massenhafter Urheberrechtsverletzungen zu Haftstrafen verurteilt. Auch die Betreiber des Ablegers kinox.to wurden strafrechtlich verfolgt.

Einnahmen erzeugten die Portalbetreiber laut Klein über Werbung und Abofallen. Über movie2k.to seien so mehrere Millionen Euro zusammengekommen. Die Geldflüsse seien über Briefkastenfirmen und Finanzagenten in Europa und Asien geleitet worden.

5,1 Millionen Euro hätten die Betreiber von movie2k.to über eine niederländische Briefkastenfirma an den verdächtigen Berliner Immobilienunternehmer überwiesen. Er soll das Geld unter anderem in Immobilien in Sachsen, Brandenburg und Berlin angelegt und bis heute verwaltet haben.

Wann Anklage gegen die Verdächtigen erhoben wird, ist noch offen. Bei den Männern seien umfangreiche Beweismittel - von IT-Technik über Handys bis zu Unterlagen - sichergestellt worden. Diese müssten jetzt zunächst ausgewertet werden.

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