Forscher warnt: Wasserqualität der Rhöner Quellen gefährdet

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Biosphärenreservat Rhön
Ein Schild weist auf das Biosphärenreservat Rhön hin. (Foto: Uwe Zucchi/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Wasserquellen in der Rhön drohen nach Experten-Ansicht durch verschiedene Ursachen an Qualität zu verlieren. Zwar sei die Güte der Feuchtbiotope noch gut. „Doch sie sind vor allem durch Düngemittel der Landwirtschaft stark gefährdet. Schadstoffe sickern in den Boden und belasten das Grundwasser. Das gibt Anlass zur Sorge“, sagte Quellen-Forscher Stefan Zaenker. Der Fuldaer untersucht mit seinem Team in Hessen und einem Netzwerk in den Nachbarländern die Quellen im Drei-Länder-Eck von Hessen, Bayern und Thüringen.

Das Thema Wasserqualität treibt derzeit verschiedene Akteure um. Denn Auen und Gewässer zählen zu den bedrohten Lebensräumen in Deutschland, wie die Umweltorganisation WWF beurteilt: „Deutschland hinkt beim Gewässerschutz hinterher“, kritisiert ein Sprecher. „Quecksilber, Nitrat oder Infrastrukturprojekte setzen den deutschen Flüssen, Seen und Grundwasservorkommen zu.“ Auch der trockene Sommer 2018 und die allgemeinen Folgen des Klimawandels machten den Quellen zu schaffen.

Die Rhön ist besonders quellenreich und bedeutsam für die Wasservorkommen. Im hessischen Teil des Mittelgebirges wurden bereits mehr als 2200 Quellen entdeckt und dokumentiert. Auch in der bayerischen (475 Quellen) und thüringischen Rhön (541) finden sich zahlreiche Quellen. Sie sind nicht nur wichtig für das Grundwasser, sondern sind auch ein Refugium für die Fauna. 2157 Tierarten wurden in den Rhöner Quellen bereits nachgewiesen, wie Zaenker beziffert. Einige davon seien weltweit einzigartig.

Quellen der Rhön

Bedeutung der Quellen in der Rhön

Literatur der Quellen-Forschung

Höhlen-Kataster Hessen

Alpenstrudelwurm

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