Forscher: Plastiktütenverbot ein symbolischer Schritt

Deutsche Presse-Agentur

Mikroplastik-Forscher Christian Laforsch sieht das vom 1. Januar 2022 an geltende, weitgehende Plastiktütenverbot an Supermarktkassen vor allem als symbolischen Schritt. „Dieses Verbot hat einen starken symbolischen Charakter“, sagte der Professor für Tierökologie und Sprecher des Sonderforschungsbereichs Mikroplastik an der Universität Bayreuth. „Der Umgang mit Plastiktüten ist symbolisch für unseren unsachgemäßen Umgang mit fossilen Ressourcen.“

Wichtig sei, dass Plastiktüten „nicht durch Einmal-Papiertüten und andere nur einmal verwendbare Alternativen ersetzt werden“, sagte Laforsch. Deren ökologischer Fußabdruck sei wegen der bei Herstellung und Recycling verwendeten Chemikalien deutlich schlechter.

Kunststoffe seien „bei sachgemäßem Umgang“ weiter „ein unverzichtbares Material unserer modernen Gesellschaft“, betonte Laforsch. Sie hätten teils hervorragende Eigenschaften zum Recycling. Um diese zu nutzen, müssten Kunststoffe aber in Wertstofftonnen oder Pfandautomaten entsorgt werden. Die ebenfalls vom 1. Januar an geltende Ausweitung der Pfandpflicht auf alle Getränkedosen und Einweg-Plastikflaschen sei daher „ein sinnvoller Schritt“.

© dpa-infocom, dpa:211231-99-550257/2

Mitteilung Universität Bayreuth

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