Flucht vor der Erinnerung: Krimidrama „Ein neues Leben“

Deutsche Presse-Agentur
Ute Wessels

Fast zwei Jahre sind vergangen, seit die Figur des Privatdetektivs Hartwig Seeler in der ARD ihren ersten Auftritt hatte. Die erste Folge startete damals mit soliden 5,7 Millionen Zuschauern. Am Samstag (10. April) um 20.15 Uhr bekommt Seeler - gespielt von Matthias Koeberlin - seine zweite Chance. In „Ein neues Leben“ geht es erneut um Menschen, die sich mit schweren Erinnerungen plagen. Einer davon ist der Privatdetektiv selbst.

Hartwig Seeler hat vor einigen Jahren seine Frau verloren. Sie kam bei einem Autounfall ums Leben, dessen Hintergrund ungeklärt ist. Ein Suizid ließ sich bei den Ermittlungen nicht ausschließen. Seeler quält sich mit der Frage, was damals wirklich passiert ist. Seinen Beruf als Polizist hat er seit dem Unfall aufgegeben, stattdessen ermittelt er privat.

Seine neue Auftraggeberin ist ausgerechnet eine Ex-Kollegin. Die Polizistin Tascha (Emily Cox) war vor Jahren bei einem gemeinsamen Einsatz mit Seeler als Geisel in die Hände des Schwerverbrechers Gerald Metzner (Maximilian Brauer) geraten, der sie 36 Stunden lang in seiner Gewalt hielt. Nun kommt der Mann aus der Haft und Tascha fürchtet seine Rache - schließlich hatte sie mit ihrer Aussage zu seiner Verhaftung beigetragen. Seeler fühlt sich mitschuldig an der Geiselnahme der Kollegin, weil er ihr nicht hatte helfen können.

Tascha kommt mit einer ungewöhnlichen Idee zu Seeler: Wenn der in der Lage ist, verschwundene Menschen zu finden, dann müsse er doch auch umgekehrt Menschen beim Verschwinden helfen können. Sie möchte verschwinden, und zwar spurlos und für immer. Ihr Ziel ist die maltesische Insel Gozo. Tascha leidet unter Alpträumen. Zudem glaubt sie, Metzner vor ihrem Haus gesehen zu haben. Seeler glaubt ihr das nicht. Doch dann verschwinden Metzner und Tascha.

Während sich Seeler auf den Weg nach Gozo macht, um Tascha zu suchen, findet die Polizei in München die Leiche Metzners. Der Privatdetektiv - der sich auch privat zu seiner Ex-Kollegin hingezogen fühlt - trifft auf Gozo die schwer traumatisierte Tascha und weiß nicht, was er noch glauben kann. Die Polizistin offenbart ihm ein Geheimnis.

Regie und Drehbuch des zweiten Seeler-Falles liegen wieder in den Händen des Österreichers Johannes Fabrick, der seinen hervorragenden Hauptdarstellern viel Raum gibt für die Gefühle ihrer Figuren, obgleich das Motiv der „verlorenen Seele“ ein wenig überstrapaziert wird. Zum Schluss geht es auch um Vorverurteilung, Schuld und Sühne.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-109219/2

ARD-Seite zum Film

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impfung

Bewirken die Corona-Impfungen schon etwas?

Ende 2020 begannen die Corona-Impfungen, inzwischen haben rund 20 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Dosis bekommen. Etwa jeder Fünfte also, Tendenz steigend.

Auf der anderen Seite sind viele Millionen Menschen noch gänzlich ungeschützt, den zweiten der für den vollen Schutz nötigen Impftermine hatten bisher laut Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) erst etwa 7 Prozent der Bevölkerung. Ebnet Deutschlands Impfkampagne dennoch schon den Weg aus der Pandemie?

Protest gegen Corona-Maßnahmen

Newsblog: Hunderte Anzeigen nach Demos gegen Corona-Maßnahmen

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 38.000 (406.195 Gesamt - ca. 359.200 Genesene - 9.051 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 9.051 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 170,5 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 287.100 (3.142.

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

Mehr Themen

Leser lesen gerade

Leser lesen gerade