Fledermäuse fühlen sich in Nistkästen wohl

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Deutsche Presse-Agentur

Die Fledermaus-Bestände in Bayern stabilisieren sich wieder. Das legt eine großangelegte Zählung der Population in der Oberpfalz nahe. Weil natürliche Rückzugsräume für die fliegenden Säugetiere in den Wäldern abnehmen, hatten Forscher dort 13 600 Nistkästen aufgehängt. Das Ergebnis: Teilnehmer des Gemeinschaftsprojekts der Bayerischen Staatsforsten, des Landesamtes für Umwelt und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zählten 9500 Fledermäuse und 14 Waldfledermausarten.

Auch wenn es keine konkrete Vergleichszahl gibt: „Es geht wieder aufwärts“, so die Einschätzung von Projektleiter Markus Kölbel von den Bayerischen Staatsforsten. Das teilt auch Rudolf Leitl vom Landesbund für Vogelschutz: „Die Kasten-Methode hat sich als sehr erfolgreich erwiesen“, so Leitl. Weil auch in anderen Teilen Bayerns Kästen aufgehängt wurden, halten beide den Aufwärtstrend auf andere Waldgebiete in den anderen Regierungsbezirken für übertragbar.

Mit dem weitflächigen Gebrauch von Pestiziden durch die Bauern waren die Fledermaus-Bestände laut Leitl teils auf unter fünf Prozent der ursprünglichen Bestände dezimiert worden. Auch auf der 2018 veröffentlichten Roten Liste sind alle in Bayern vertretenen Fledermausarten gelistet. Laut Leitl hätten sich die Bestände mancher laut dem Projekt verdoppelt. Weil in Wirtschaftswäldern Naturhöhlen für die Tiere fehlen, hatten die Tierschützer in den letzten Jahren vermehrt Nistkästen aufgehängt.

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