Feuer in Kunststofffirma war Brandstiftung: Serientäter?

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Deutsche Presse-Agentur

Das Großfeuer vom Osterwochenende in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb im unterfränkischen Stockstadt am Main (Landkreis Aschaffenburg) ist von einem Brandstifter gelegt worden. Als Tatverdächtiger wurde ein offenbar psychisch kranker 34-Jähriger ermittelt, wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Freitag mitteilten. Der Mann sei in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht worden. Er komme auch für weitere Brandstiftungen in den vergangenen Monaten im Raum Alzenau und Karlstein infrage, hieß es. Der 34-Jährige, der aus der Region kommt, ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens.

Bei dem Brand vom Ostersonntag ist nach aktuellen Schätzungen ein Schaden von rund sechseinhalb Millionen Euro entstanden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte es im Bereich einer größeren Lagerhalle bereits lichterloh. Schwarzer Rauch stieg auf, die Bevölkerung wurde gebeten, Fenster und Türen zu schließen. In einer Veranstaltungshalle in der Nähe musste sogar eine geplante Hochzeitsfeier abgesagt werden. Bei dem langen Löscheinsatz wurden vier Feuerwehrmänner leicht verletzt.

Laut den Ermittlungen räumte der mutmaßliche Brandstifter ein, noch sieben weitere Brände in der Region gelegt zu haben - er soll demnach vor allem Hochsitze von Jägern sowie Wald- und Wiesenflächen in Brand gesteckt haben.

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