Festakt zu neuer Gedenkstätte von KZ-Außenlager

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Deutsche Presse-Agentur

Eine neue KZ-Gedenkstätte wird heute bei Waldkraiburg eröffnet. Kultusminister Bernd Sibler und der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller (beide CSU), werden nach einer Vorbesichtigung mit Kranzniederlegung die Gedenkorte „Waldlager“ und „Massengrab“ um 11.00 Uhr der Öffentlichkeit übergeben. An dem Festakt nimmt auch Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, teil.

Der zweitgrößte Außenlager-Komplex des KZ Dachau war im Sommer 1944 entstanden. Für die Bauarbeiten an einem riesigen halbunterirdischen Bunker für die Rüstungsindustrie wurden Tausende von Zwangsarbeitern nach Mühldorf verschleppt, darunter 8300 KZ-Häftlinge.

Bei dem Gedenkort „Massengrab“ wurden bis Kriegsende mehr als 2200 Tote verscharrt. Sie wurden nach Kriegsende auf Friedhöfen in der Umgebung beigesetzt. Im Waldlager waren über 2000 Häftlinge in provisorischen Erdhütten untergebracht. Die Relikte des Lagers sind nun erstmals für Besucher aus nächster Nähe sichtbar.

Gedenkorte Mühldorfer Hart

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