Fast 50 Hepatitis-Infektionen nach Klinik-Skandal

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Donau-Ries Klinik Donauwörth
Ein Schild weist auf die Donau-Ries Klinik hin. (Foto: Stefan Puchner/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Skandal um Hepatitis-C-Infektionen in der Klinik in Donauwörth sind inzwischen nach Angaben des Landratsamtes 49 erkrankte Patienten bekannt. Ein ehemaliger Narkosearzt des Krankenhauses in Nordschwaben soll seine Patienten bei Operationen mit der Leberentzündung infiziert haben. Das Gesundheitsamt hat fast 1300 mögliche Betroffene angeschrieben und Hepatitis-C-Tests empfohlen.

Von rund 400 Operierten stehen nach Angaben vom Freitag aber noch die Laboruntersuchungen aus, so dass die Zahl der infizierten Patienten voraussichtlich noch steigen wird. Einige der Betroffenen leben im Ausland, weswegen auch Behörden in anderen europäischen Ländern bei der Aufklärung des Hepatitis-Skandals helfen sollen.

Gegen den Anästhesisten ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Mediziner litt selbst an Hepatitis C und war medikamentenabhängig. Wie er bei den Operationen die Klinikpatienten angesteckt haben soll, ist bislang unklar. Die Verteidiger des Mediziners erklärten nun, dass der Beschuldigte nicht gewusst habe, dass er bei der Arbeit im OP-Saal mit Hepatitis infiziert sei. „Unser Mandant hat selbst niemals bewusst Patienten gefährdet oder so etwas billigend in Kauf genommen“, sagte Anwalt Christian Kanth der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag).

Information für Patienten

Deutsche Leberhilfe zu Hepatitis C

Zeitungsbericht

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