Für Beierlorzer war „mehr drin“: Torwart Weis hat „Spaß“

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Trainer Achim Beierlorzer
Regensburg-Trainer Achim Beierlorzer gestikuliert. (Foto: Jörg Carstensen / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Achim Beierlorzer musste schmunzeln. Denn auf der Pressekonferenz nach dem packenden 2:2 (1:1) am Freitagabend beim Aufstiegsaspiranten Union Berlin nahm ihm der Sprecher der Gastgeber die Bilanz der Partie bei seiner Einleitung schon vorweg. Die 20 243 Zuschauer hatten ein aufregendes Duell in der 2. Fußball-Bundesliga erlebt, mit dem Ausgang waren beide Trainer nicht rundum zufrieden.

„So ganz falsch liegt man da nicht, wenn man so ein intensives Spiel erlebt hat mit Höhen und Tiefen“, sagte Beierlorzer lächelnd. „Wir sind auf gar keinen Fall unzufrieden, weil wir bei Union Berlin gespielt haben. Es wäre aber ein bisschen mehr drin gewesen.“

Der Tabellendritte aus der Hauptstadt ging durch Sebastian Andersson frühzeitig in Führung. „Es war kein Plan, in Rückstand zu geraten, sondern wir wollten Union Berlin, soweit wie es geht, von unserem Tor weghalten“, erläuterte Beierlorzer. Die Oberpfälzer reagierten aber schnell: Sargis Adamyan verwandelte einen Elfmeter, nachdem Berlins Florian Hübner einen Schuss des Angreifers an den Arm bekommen hatte.

„Ich war sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft in der ersten Hälfte, weil wir Union immer wieder geärgert haben. Wir waren aggressiv, haben Union nicht zur Entfaltung kommen lassen“, lobte Beierlorzer. Nach dem Wechsel gingen die Regensburger sogar in Führung: Hamadi Al Ghaddioui erzielte nach einem Konter das 2:1.

„Wenn wir es etwas konsequenter ausspielen, können wir hier das 3:1 machen. Aber den Punkt hier nehmen wir natürlich gerne mit“, kommentierte Mittelfeldspieler Andreas Geipl. Union schlug jedoch durch einen Kopfball von Joker Sebastian Polter zum 2:2 zurück.

Einen Gewinner hatte das Remis trotzdem. Torwart André Weis rettete dem Jahn in der Schlussphase den 42. Saisonpunkt. Nach der Ankündigung von Stammtorwart Philipp Pentke, die Regensburger im Sommer zu verlassen, kam der Ersatzmann zu seinem Saisondebüt in der 2. Liga. „Ich habe mich tierisch drauf gefreut. Es hat schon Spaß gemacht. Wenn man solange nicht spielt, dann genießt man es umso mehr“, sagte Weis.

„Wir wollten sehen, was er kann. Und dann hat man gesehen, was André Weis für Fähigkeiten hat“, sagte Beierlorzer. Der 29 Jahre alte Weis wollte nicht groß über die Zukunft spekulieren. „Ich schaue jetzt nicht auf nächstes Jahr.“ Es stehen ja noch fünf Saisonspiele aus.

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