Experten suchen in Südeuropa nach Baumarten der Zukunft

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Deutsche Presse-Agentur

Als Reaktion auf den Klimawandel suchen Bayerns Forstexperten nach neuen Baumarten für die Wälder der Zukunft im Freistaat. „Selbst bislang stabile Baumarten wie Buche und Kiefer kommen wegen Wassermangels und Schädlingsbefalls vor allem in Nordbayern an ihre Grenzen“, sagte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) am Freitag in München. Aktuell würden daher Experten des Amts für Waldgenetik in Teisendorf und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft prüfen, ob sich Bäume aus anderen Klimaregionen wie Rumänien, Italien, Griechenland oder der Türkei künftig auch für Bayern eignen. „Das Klima ändert sich schneller, als sich unsere Wälder anpassen können.“

Schon jetzt könne mit einem Standort-Informationssystem für 32 einheimische aber auch neue Baumarten wie zum Beispiel Edelkastanie, Flaumeiche oder den Französischen Ahorn gezeigt werden, wo diese in Zukunft im Wald angebaut werden können. Der Anbau von neuen nichtheimischen Baumarten wie Zedern oder Baumhaseln sei aber auch mit Risiken verbunden. Es sei offen, wie diese unter Spätfrösten oder heimischen Schädlingen leiden. Langfristige Erkenntnisse seien daher nur durch Versuchs- und Praxisanbauten möglich. Neben neuen Baumarten sollen aber auch die heimischen Eichen, Buchen, Tannen und Fichten weiterhin an passenden Standorten in Bayern wachsen.

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