Evangelische Kirche: Synode beschließt Stellenkürzungen

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Deutsche Presse-Agentur

Bei der evangelischen Kirche in Bayern soll es Stellenkürzungen geben. Das beschloss die Landessynode in Bamberg ohne Gegenstimme. „Die Synode war ganz offensichtlich überzeugt“, zog Kirchensprecher Michael Mädler zum Abschluss der Herbsttagung am Donnerstag Bilanz. Zehn Prozent aller Stellen sollen gekürzt werden. Der Grund: Seit der letzten Landesstellenplanung 2010 ging die Zahl der Kirchenmitglieder um zehn Prozent zurück. Daran soll nun auch die Zahl der Pfarrer, Diakone, Religions- und Sozialpädagogen angepasst werden.

In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern gibt es mehr als 1670 Pfarrstellen und 325 theologisch-pädagogische Stellen. Wie viele Stellen pro Dekanat wegfallen, richte sich nach der Anzahl der Gemeinden, der Kirchenmitglieder und der Fläche. Die Dekanate sollen in einem Reformprozess selbst entscheiden, welche inhaltlichen Schwerpunkte sie vor Ort setzen wollen und dementsprechend ihre Stellen ausrichten. Die genauen Zahlen zur Landesstellenplanung werden erst im Herbst 2020 beschlossen. Dann werde es weitere drei Jahre dauern, bis die Stellenkürzungen abgeschlossen sein werden.

Die Herbsttagung war das letzte Treffen der Kirchenleitung in dieser Zusammensetzung. Am 8. Dezember werden Kirchenvorsteher in ganz Bayern die neuen Synodalen wählen.

Bayerische Landessynode

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