Ermittlungen nach Sprengstoff-Fund in Schweinfurt dauern an

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Der Sitz des Bayerischen Landeskriminalamts
Der Sitz des Bayerischen Landeskriminalamts. (Foto: Andreas Gebert/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Sprengstoff-Fund in einem Mietshaus in Schweinfurt sind weiterhin noch viele Fragen offen. Ein 35 Jahre alter Mann hatte in der Wohnung Sprengstoff und Chemikalien gebunkert. „Die Kollegen werten noch die Spuren und Vernehmungen aus. Die Stoffe werden noch im Labor untersucht. Wir warten täglich darauf, dass etwas Neues kommt“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Donnerstag in München.

Damit ist weiterhin unklar, warum der Deutsche die hochexplosiven Stoffe besaß, ob ein extremistischer Hintergrund vorliegt oder er ein anderes Verbrechen plante. Der 35-Jährige sitzt seit mehr als einer Woche in Untersuchungshaft.

Ein Gerichtsvollzieher hatte am 26. März die Polizei verständigt, weil er bei einer Zwangsräumung etliche Chemikalien entdeckt hatte. Die Polizei stellte daraufhin in der Wohnung und im Keller mehr als 30 Liter verschiedener Chemikalien und etwa ein Kilogramm selbst hergestellten Sprengstoff sicher.

Ersten Untersuchungen zufolge hatte es sich dabei unter anderem um den Stoff TATP gehandelt. TATP gilt als sehr instabil und hochexplosiv. TATP war etwa bei den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 von islamistischen Gewalttätern verwendet worden.

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SWG Schweinfurt

Mitteilung der Polizei zum Sprengstofffund

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