Eiskunstlauf-Sportchef hält Savchenko-Comeback für möglich

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Aljona Savchenko
Aljona Savchenko sitzt am Rand der Eisbahn von Holiday on Ice bei einem Interview. (Foto: Frank Rumpenhorst / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Eislauf-Union hat die Hoffnung, dass Paarlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko auf das Eis zurückkehrt. „Sie denkt an ein Weiterlaufen“, sagte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf, der am Rande der deutschen Meisterschaften in Oberstdorf mit ihr sprach, der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn sie sich selbst das zutraut, ist sie stark und wird eine unheimliche Energie haben.“

Savchenko, die am 19. Januar 36 Jahre alt wird, hatte nach dem Gold-Triumph bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang mit Bruno Massot nur eine Wettkampfpause, offiziell aber keinen Rücktritt verkündet. Die gebürtige Ukrainerin lief danach mit ihm bei Eisrevuen und -shows. Anfang September 2019 wurde sie Mutter einer Tochter. Savchenko lebt mit ihrem Mann Liam Cross in Oberstdorf und betreut als Co-Trainerin dort die Nachwuchsläuferin Aya Hatakawa.

Eine neue deutsche Paarlauf-Ära hatte Savchenko zunächst mit Robin Szolkowy eingeleitet, mit dem sie zwischen 2008 und 2014 fünfmal Welt- und viermal Europameister sowie Olympia-Dritte wurde. Danach wagte sie einen Neuanfang mit Massot. „2014 hat sie einen neuen Anlauf genommen, den wir gar nicht auf den Plan hatten“, sagte Dönsdorf. „Für das Ungewöhnliche ist sie immer gut. Man darf deshalb nicht sagen, wir machen die Tür zu.“

Die DEU ist aufgeschlossen für einen Neuanfang von Savchenko/Massot. Ob der gebürtige Franzose Massot (30), der derzeit in der Schweiz als Trainer arbeitet, mitmachen wird, ist wohl offen. Nur mit ihm hätte Savchenko eine Chance, bei den Winterspielen 2022 in Peking das olympische Gold zu verteidigen. Ihn möchte sie an ihrer Seite haben. „Das will sie schon“, sagte Dönsdorf.

Biografie Aljona Savchenko/Bruno Massot

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