Drohnen helfen Polizei bei Unfällen und Vermisstensuche

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Deutsche Presse-Agentur

Immer häufiger setzt die bayerische Polizei bei ihren Einsätzen Drohnen ein. Die unbemannten Flugobjekte befinden sich derzeit noch in der Testphase, wie das Innenministerium mitteilte. Die Drohnen, die offiziell Multicoptersysteme heißen, helfen den Beamten zum Beispiel, indem sie Luftbilder von Unfallorten, gefährdeten Objekten oder Tatorten anfertigen. Mittels Livebildern unterstützen die Geräte auch die Aufklärung bei Veranstaltungen, Übungen, komplizierten Verkehrslagen oder helfen bei der Vermisstensuche und größeren Gefahren.

Seit Juli 2018 werden die Drohnen praktisch erprobt und wurden laut Ministerium bisher mehr als 100 Mal bei Polizeieinsätzen verwendet. Derzeit sind die Fluggeräte an fünf Standorten im Freistaat stationiert: bei den Spezialeinheiten Südbayern in München, am Münchner Flughafen, bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg sowie bei den Grenzpolizeiinspektionen Waidhaus (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) und Piding (Landkreis Berchtesgadener Land).

Bisher sei die Testphase erfolgreich, heißt es aus dem Ministerium. Seit 2015 verfügt die bayerische Polizei über Multicoptersysteme. Das Landeskriminalamt Bayern setzt sie seit einigen Jahren ein, unter anderem zur Ortung von Handysignalen bei der Vermisstensuche. Die Drohne ist mit einem Gerät ausgestattet, dass den Standort eines Handys innerhalb einer Funkzelle eingrenzen kann. „Dazu simuliert das Gerät eine starke Funkzelle oder Basistation, in die sich Handys in der Umgebung einwählen und so geortet werden können.“

Ob der Einsatz von Drohnen nach Ablauf der Testphase Ende 2019 ausgeweitet wird, sei noch nicht absehbar, teilte ein Sprecher mit: „Die Innovationen im diesbezüglichen Technologiesektor ermöglichen eine noch nicht absehbare Erweiterung des Einsatzspektrums.“

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