Dritte Niederlage in Serie: Dresden unterliegt auch in Fürth

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Marco Caligiuri und Moussa Kone
Marco Caligiuri (l.) von Fürth spielt gegen Moussa Kone von Dresden. (Foto: Timm Schamberger/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Jens Maßlich

Fürth(dpa) - Der Abwärtstrend der SG Dynamo Dresden hält unvermindert an. Das Team von Cristian Fiel verlor am Freitagabend bei der SpVgg Greuther Fürth das dritte Spiel in Serie und hängt nach dem 0:2 (0:2) weiter tief im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga fest. „Dass es jetzt eine schwere Situation ist, ist jedem klar. Aber wir können es nächste Woche wieder besser machen“, sagte Dynamos 39 Jahre alter Coach nach der fünften Saisonniederlage.

Das Fazit von Dynamos Sportdirektor Ralf Minge hört sich nicht positiv an. „Wir hatten uns deutlich mehr erwartet. Bemühen, Wollen war da, aber uns fehlte einfach die Gefahr. Das ist ernüchternd. Wir hatten uns mehr ausgerechnet. Uns ist vollkommen bewusst, dass es um Abstiegskampf geht, da braucht man nicht rumeiern“, sagte Minge. Eine Trainerdiskussion will er noch nicht zulassen: „Er reißt sich den Arsch auf von früh bis spät. Die Frage hat sich in der Vergangenheit nicht gestellt, die stellt sich heute nicht, die stellt sich in Zukunft nicht.“

Der Matchplan der Gäste war schon nach wenigen Minuten dahin. Fürths Daniel Keita-Ruel (7./38.) erzielte vor 9770 Zuschauern beide Tore für die Hausherren, die zuvor drei Spiele ohne eigenen Treffer blieben. Dresden traf bereits das vierte Mal in dieser Spielzeit nicht ins gegnerische Tor.

Fiel stellte seine Elf im Vergleich zur Heim-Niederlage gegen Hannover auf drei Positionen um, setzte wie schon so oft in dieser Saison auf eine neue Startformation. Dzenis Burnic, Patrick Möschl und Linus Wahlqvist rückten ins Team, dass nach den vergangenen zwei Niederlagen zuvor stark verunsichert wirkte.

Dennoch hatten die Gäste ihre Möglichkeiten, weil auch Greuther Fürth nach zuletzt drei Niederlagen in Serie alles andere als sattelfest stand. Doch Dynamo nutzte sie nicht. Während Dzenis Burnic (9.) und Sascha Horvath (23.) das Tor von Sascha Burkhardt noch verfehlten, stellte der Abschluss von Möschl (30.) keine Probe für Fürths Keeper dar.

Auf der Gegenseite konterten die Hausherren eiskalt und nutzten erneut einen Fehler der Dynamo-Hintermannschaft. Patrick Ebert hob nach einem langen Ball das Abseits auf, Sebastian Ernst lief dadurch seelenruhig auf das Dresdner Tor und schob anschließend auf den mitgelaufenen Keita-Ruel, der zu seinem fünften Saisontor traf.

Dynamo blieb weiter ohne Ideen und Chancen im Spiel nach vorn, hatte sogar Glück, dass Marco Caligiuri (65.) nach einem Eckball nur knapp verzieht. Erst zehn Minuten vor Abpfiff konnte Dresden noch einmal so etwas wie Druck aufbauen, doch mehr als ein Kopfball von Moussa Koné (85.), der knapp über das Tor strich, sprang dabei nicht heraus.

„Wir spielen es über weite Strecken gut raus, aber es ist das alte Lied. Wir kommen einfach nicht in die Situationen, in denen wir zum Abschluss kommen. Wichtiger ist aber mal die Null zu halten“, erklärte Jannik Müller nach der Partie. Dynamos Kapitän kassierte seine fünfte Gelbe Karte und muss kommende Woche gegen Arminia Bielefeld aussetzen.

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