Dokumente der angeblichen Zarentochter im Hauptstaatsarchiv

Deutsche Presse-Agentur

Als angebliche Tochter der 1918 ermordeten russischen Zarenfamilie der Romanow erlangte Anastasia Anderson Manahan einige Berühmtheit. Zahlreiche Unterlagen und Zeugenaussagen sollten ihre royale Abstammung belegen, die dann aber später mit Hilfe von DNA-Analysen widerlegt wurde. Dieses Anastasia-Archiv sei nun dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv übergeben worden, teilte die Generaldirektion am Montag in München mit.

Die Sammlung gibt Einblicke in die regen Bemühungen, mit denen sich Anderson Manahn sowie Freunde und Vertraute um eine Anerkennung der angeblichen Zarentochter bemühten. Sie hatte behauptet, sie habe die Ermordung ihrer Familie als Einzige überlebt. Die Sammlung umfasst Briefe und Korrespondenzen mit ihren Unterstützern, viele davon aus hohen Adelskreisen. Geschäftsdokumente sind auch dabei, etwa für die filmische Vermarktung ihrer Geschichte, ebenso wie von ihr verfasste Testamente. Auch Unterlagen der Prozesse finden sich.

Bis zu ihrem Tod am 12. Februar 1984 im US-amerikanischen Charlottesville hatte Anderson Manahan versucht, als Großfürstin Anastasia von Russland anerkannt zu werden. Beigesetzt wurde sie allerdings im oberbayerischen Seeon im Landkreis Traunstein auf dem orthodoxen Teil des Friedhofs.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-543860/2

Staatliche Archive Bayerns

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