Doku über Gewalt in Amerika erhält katholischen Filmpreis

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Filmfest München
Das Filmfest in München. (Foto: Felix Hörhager/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Dokumentarfilm über Gewalt von Polizisten und Ku-Klux-Klan-Anhängern gegen junge Afroamerikaner erhält in diesem Jahr den katholischen Fritz-Gerlich-Preis. „What you gonna do when the Worls's on Fire?“ führe eindringlich die Zerbrechlichkeit des Lebens und der Gesellschaft sowie die Bedrohung der Menschenwürde vor Augen, begründete die Jury anlässlich der Preisverleihung am Dienstag auf dem Filmfest München. Regisseur Roberto Minervini suggeriere in seinem Schwarz-Weiß-Film erst den Blick in die Vergangenheit früherer, überwundener Konflikte. Doch schon im nächsten Moment werde deutlich, dass das Gezeigte unmittelbare Gegenwart in Amerika sei.

Die Auszeichnung wird von der Tellux-Beteiligungsgesellschaft in München gestiftet und ist mit 10 000 Euro dotiert. Der Preis erinnert an den Münchner Publizisten Fritz Gerlich, der aus seinem katholischen Glauben heraus schon früh die Ideologie der Nationalsozialisten anprangerte. Am 30. Juni 1934 wurde er deshalb im Konzentrationslager in Dachau ermordet. Neben dem Siegerfilm waren noch zwei weitere Streifen nominiert: „The Day I lost my Shadow“ von Soudade Kaadan und „Sterne über uns“ von Christina Ebelt.

Fritz-Gerlich-Filmpreis

What You gonna do when the World's on Fire?

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