Dirk-Nowitzki-Straße für Würzburg? Stadtrat muss entscheiden

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Dirk Nowitzki
Der Basketballspieler Dirk Nowitzki bei einem Epnfang in seiner Heimatstadt. (Foto: Daniel Karmann/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Basketball-Legende Dirk Nowitzki soll in seiner Heimatstadt Würzburg geehrt werden. Der Hauptausschuss des Stadtrats war sich am Donnerstagabend einig, dass Nowitzki ein herausragender Sportler und Stadt-Botschafter sei. Allerdings wurde der Antrag eines Abgeordneten, eine Straße, Brücke oder einen Platz nach ihm zu benennen, noch nicht angenommen. Stattdessen wurden auch Alternativen wie eine Ehrenbürgerschaft oder Auszeichnung als Sportler des Jahres genannt. Eine Entscheidung fiel noch nicht.

Bisher ist in Würzburg keine Straße nach einer noch lebenden Person benannt. Die Würzburger Straßennamensatzung schließt dies aber nicht prinzipiell aus. Nach 1945 haben manche Städte, etwa München, und Bundesländer untersagt, Namen Lebender für Straßen zu nutzen. Hintergrund sind vor allem nationalsozialistische Verstrickungen früherer Namensgeber und Umbenennungen.

Wann der Stadtrat über die Ehrung Nowitzkis abschließend entscheidet, war unklar. Auch ob der Basketballer einer ihm gewidmeten Straße zustimmen würde, ist bislang unbekannt.

Nowitzki wurde 1978 in Würzburg geboren, ging dort zur Schule und kam dort auch zum Basketball. Seit mehr als 20 Jahren lebt der Sportstar in den USA. Im April beendete er seine Karriere. Ins Goldene Buch Würzburgs durfte Nowitzki sich 2011 eintragen.

Sitzungsinformation der Stadt

Satzung der Stadt über Straßennamen

Bayerisches Straßen- und Wegegesetz

Website des beantragenden Stadtrats

Bremisches Landesstraßengesetz (Bennung nach lebenden Personen untersagt)

Stadt München über Straßennamen

Beratener Antrag

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