Die Coronavirus-Pandemie und der Durst nach Kunst und Kultur

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Deutsche Presse-Agentur

Inmitten der Coronavirus-Pandemie holen sich die Menschen offenbar Trost bei der Kunst. Das Online-Angebot der berühmten Uffizien in Florenz erlebt gerade einen großen Ansturm, wie der Leiter Eike Schmidt der Münchner „Abendzeitung“ vom Dienstag berichtete. „Die Bevölkerung will sich nicht nur den ganzen Tag vor den Fernseher setzen und im Sekundentakt über die aktuellste Nachrichtenlage informiert werden. Sie hat einen wirklichen Durst nach Kunst und Kultur“, sagte der Kunsthistoriker im Interview. Das Publikum komme dabei aus aller Welt.

So stellen etwa die Saalaufsichten ihre liebsten Säle und Kunstwerke vor. „La mia sala“ sind die kurzen Filme überschrieben, die etwa auf Facebook oder Instagram zu sehen sind. Die Gemäldesammlung ist auch infolge der Coronavirus-Epidemie geschlossen.

Schmidt sieht die derzeitige Situation auch als Chance: „Das ist ja das Tolle an unserer digitalisierten Welt, dass wir unsere Kontakte in einer Form halten können, die zuvor nicht möglich war“, sagte Schmidt. „Das ist auch eine Erfahrung, die ich für die Uffizien aus dieser Krise mitnehme: All das, was jetzt digital geschieht, wird ein entscheidender Faktor für die Zukunft sein.“

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