Diana Damrau singt erstmals in Verdi-Oper „I Masnadieri“

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Staatsoper spiegelt sich in Pfütze auf Residenzstraße
Die bayerische Staatsoper spiegelt sich in einer Pfütze auf der Residenzstraße. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Sopranistin Diana Damrau hat am Sonntag in Giuseppe Verdis Oper „I Masnadieri“ ihr Rollendebüt als Amalia gegeben. Johannes Erath inszenierte das selten gespielte Stück an der Bayerischen Staatsoper in München, wo er bereits 2016 „Un ballo in maschera“ auf die Bühne gebracht hatte. In Anlehnung an Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ handelt die Oper von zwei Brüdern, die zutiefst zerstritten sind. Die musikalische Leitung hatte Michele Mariotti.

Der Tenor Charles Castronovo sang die Partie des Carlo, der nach einem heftigen Streit zu seiner Familie zurückkehren und sein Leben als Räuber hinter sich lassen will. Aufgrund einer Intrige seines eifersüchtigen Bruders Francesco (Igor Golovatenko) wird er aber von seiner Familie für tot gehalten. Der Vater Massimiliano (Mika Kares) ist schockiert und auch Carlos Verlobte Amalia ist untröstlich. Auch die Vorgeschichte ist zu sehen: Stumme Figuren, gespielt von Jugendlichen, zeigen, wie es zu dem Familienzwist gekommen ist.

Erath verlegt die kammerspielartige Handlung in schwarz-graue Prachträume. Ein düsterer Hintergrund, der nicht immer so recht zu Verdis emotionaler und dramatischer Musik passen will, die mal leicht daher kommt wie in Amalias Arie über die Liebe, mal zutiefst verzweifelt wie bei Carlo, wenn er mit seinem Schicksal hadert, das ihn an die Räuber bindet. Großartiges leisten das Orchester und die Sänger, die dafür am Ende zu Recht großen Beifall erhalten.

I Masnadieri

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