Deutsche Katholiken starten Reformprozesses „synodaler Weg“

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Reformprozess katholische Kirche
Ein Bischof hält während einer katholischen Messe ein Kreuz in den Händen. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

In zahlreichen deutschen Kathedralkirchen sind zum Auftakt des Reformprozesses „synodaler Weg“ Kerzen entzündet worden. Bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx: Die Beteiligten müssten einen Weg finden, aufeinander zu hören, auch wenn es unterschiedliche Positionen gebe. „Ich hoffe sehr, dass das gelingt. Auseinandersetzungen wird es geben - die gibt es überall.“

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hatten die Reform als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal angestoßen. Der „synodale Weg“ soll die katholische Kirche in Deutschland nach der Erschütterung durch den Missbrauchsskandal erneuern. Er umfasst vier Punkte: den Umgang der Kirche mit Macht, die kirchliche Sexualmoral, die umstrittene Ehelosigkeit von Priestern (Zölibat) und die Position von Frauen in der Kirche.

Der Vatikan hatte die deutschen Bischöfe darauf hingewiesen, dass sie in so zentralen Fragen keine Entscheidungen treffen könnten. Marx hatte daraufhin klargestellt: „Es wird keinen deutschen Sonderweg ohne Rom bei weltkirchlich relevanten Fragen geben. Aber wir sind bereit, Diskussionsbeiträge für die Weltkirche zu liefern.“

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