DB-Mitarbeiter akzeptiert nach Unglück mit zwei Toten Strafe

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Deutsche Presse-Agentur

Nach einem schweren Zugunglück mit zwei Toten in Aichach bei Augsburg ist der Strafbefehl gegen den Fahrdienstleiter rechtskräftig. Der 25 Jahre alte Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) habe keinen Einspruch gegen die zehnmonatige Bewährungsstrafe eingelegt, berichtete der Sprecher des Augsburger Amtsgerichts, Julian Küffer, am Dienstag. Das Gericht hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft den Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen sowie fahrlässiger Körperverletzung in 13 Fällen erlassen.

Am 7. Mai 2018 war beim Aichacher Bahnhof ein Personenzug ungebremst auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Der 37 Jahre alte Lokführer des Zuges der Bayerischen Regiobahn und eine 73 Jahre alte Passagierin starben, weitere Fahrgäste wurden teils schwer verletzt. Nach den Ermittlungen hatte der Fahrdienstleiter zwei Fehler begangen, wodurch der Regionalzug auf das besetzte Gleis geleitet wurde. Die DB will nun bundesweit zahlreiche ältere Stellwerke mit Sicherheitstechnik nachrüsten, damit künftig solche Unglücke nicht mehr passieren können.

Polizeimitteilung zu dem Bahnunglück

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